Ursprung - Wurzel - Heilen

Jiaogulan
Neuentdeckung aus Fernost


In USA schon viel getrunken, ist dieser Tee in Europa noch relativ unbekannt. Xiancao, Kraut der Unsterblichkeit, wie es in China auch genannt wird, wurde 1987 entdeckt und an der Hochschule von Guiang in einem Langzeitforschungsprojekt unter Leitung von Dr. Jialiu Liu, in einem Team von 16 Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachrichtungen untersucht. Die Ergebnisse dieser Forschung hat Dr. Jialiu Liu in seinem Buch:
Jiaogulan-China´s Immortality Herb zusammen mit Autor Michael Blumert veröffentlicht.

Hier Auszüge aus seinem Buch:
1. Adaptogen: Jiaogulan verfügt über eine Reihe von ausgleichend wirkenden Saponinen, die teils mit denen von Ginseng (Panax Ginseng) chemisch identisch sind, und teils eine eigene Klasse bilden, die Gypenoside. Verhindert stressbedingte Krankheiten.
2. Antioxidans: Es wurde nachgewiesen eine Anregung des wirksamen, körpereigenen Enzyms Superoxiddismutase (SOD), welches ein äußerst wirksames Antioxidans ist.
3. Herzstärkungsmittel: Verbessert die Pumpleistung des Herzens, und damit auch die allgemeine Durchblutung.
4. Der Blutdruck wird, wie bei Ginseng im normalen Bereich gehalten, zu niedriger Blutdruck wird angehoben, zu hoher gesenkt.
5. Gegen zu viel Cholesterin: Jiaogulan senkt vor allem den LDL-Spiegel, und auch die Triglyceride. Deshalb auch eine gewichtsreduzierende Wirkung bei Übergewicht.
6. Jiaogulan verhindert die Verklumpung der Blutplättchen, sodass die Gefahr, dass lebensbedrohliche Blutgerinsel entstehen erheblich sinkt. (Schlaganfall, Herzinfarkt). Wirksam auch präventiv gegen Thrombosen.
7. Immunsystemstärkend: Tätigkeit der Lymphozyten wird gestärkt bei Kranken wie auch bei Gesunden.
8. Blutbildend: Besonders die Bildung weißer Blutkörperchen wird unterstütz. Nützlich zur Rekonvaleszenz nach Chemotherapie oder radiologischer Behandlung.
9. Senkt Blutzucker und Blutfette.
10. Krebshemmend: Ginsenosid Rh2 ist ein im Ginseng (Panax Ginseng) in einer Menge von 0,001% vorkommendes, besonders tumorhemmendes Glykosid, Gynostemma pentaphyllum enthält auch genau dieses Glykosid – aber in wesentlich größerer Konzentration.
11. Stressabbauend: Ausgleichende Wirkung auf das Nervensystem: Überdrehte Nerven werden beruhigt, kraftlose wieder angeregt. Die Gesamtheit der Wirkungen bewirkt eine bessere Stressverträglichkeit des Organismus und, bei Sportlern wichtig, eine Steigerung der Ausdauerleistungen.
12. Stoffwechselfördernd: Durch das Zusammenspiel von besserer Kapillar- und Herzdurchblutung, Verbesserung des Blutbildes und anderen Faktoren erklärt sich die stoffwechselanregende Wirkung.

Als echtes Adaptogen hat Jiaogulan keine Nebenwirkung, kann eigentlich nicht überdosiert werden, wirkt immer ausgleichend.
Es ähnelt sehr dem Ginseng, ist aber in vielen Bereichen überlegen.
Während Ginseng nur etwa 20 Saponine enthält, sind in Jiaogulan über 80 Saponine enthalten. Diese Saponine sind natürliche organische Verbindungen, die unter anderem an der Hormonsynthese beteiligt sind. Dazu enthält Jiaogulan sogar noch eine eigene Klasse von Saponinen, die sogenannten Gypenoside.
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Jiaogulan
Gynostemma pentaphyllum

Da die Anzahl der über 100 Jahre alten Menschen in der südchinesischen Region Guizhou überdurchschnittlich groß ist und dort täglich Jiaogulantee getrunken wird, spricht man diesem Kraut eine verjüngende Eigenschaft zu.
Daher der Name „Kraut der Unsterblichkeit“.

Beschreibung:

Beim Jiaogulan handelt es sich um eine mehrjährige, frostharte und schnell wuchernde Rankpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse, die eine Größe von 8 Metern erreichen kann. Frosthart ist sie bis –18 Grad Celsius, wobei die oberirdischen Teile im Winter absterben und im nächsten Jahr neu austreiben. Die Hauptwachstumszeit liegt dabei zwischen Mai und Oktober. Wird Jiaogulan im Haus gehalten, ist die Pflanze immergrün. Die Blütezeit dauert von Juli bis August. Es bilden sich sehr kleine, grünlich-weiße Blüten aus. Die Pflanze ist zweihäusig und kann sich somit nicht selbst bestäuben. Für die Samenproduktion benötigt man also Männchen und Weibchen. Der Standort muss sonnig bis halbschattig sein mit normalem, gut gedüngtem Gartenboden, der feucht gehalten werden sollte.

Vorkommen:
Die Pflanze kommt in China, Japan und Thailand in freier Natur vor. Dort wird sie auch schon seit langer Zeit kultiviert.

Drogen und Inhaltsstoffe:
Die Droge sind die Blätter. Sie beinhalten für die Gesamtwirkung wichtige Saponine („Gypenoside“, ähnlich der „Panaxoside/Ginsenoside“ aus dem Ginseng) Spurenelemente, Aminosäuren, Proteine, Polysaccharide und Vitamine.
Jiaogulan beinhaltet viermal so viele Saponine wie Ginseng.
Einige davon sind identisch mit dessen Wirkstoffen, andere werden erst im Körper zu diesen Stoffen umgewandelt.

Eigenschaften und Wirkungen:
Jiaogulan wirkt stressabbauend durch Beruhigung überbeanspruchter Nerven, anregend auf schwache Nerven und reduziert Nervosität.
Er wirkt sich positiv bei Diabetes aus, indem Blutfett- und Blutzuckerwerte gesenkt werden.
Außerdem werden die LDL-Cholesterinspiegel und die Anzahl der Triglyceride im Körper gesenkt. Durch die Anregung des körpereigenen Enzyms „Superoxiddismutase“ hat die Pflanze antioxidative Eigenschaften.
Das Immunsystem wird durch Kräftigung der Lymphozyten gestärkt, stress- und angstbedingte (Ein-) Schlafstörungen werden abgebaut.
Jiaogulan findet Anwendung in der Behandlung von Arteriosklerose, Leberleiden und Hepatitis B, chronischer Bronchitis und Abgespanntheit bzw. andauernder Müdigkeit.
Obwohl das „Wunderkraut“ eine große Bandbreite an Anwendungsgebieten hat, wurden hauptsächlich die Wirkungen auf das Herz- und Blutkreislaufsystem wissenschaftlich untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass es eine direkte, stärkende Wirkung auf das Herz besitzt, die vermutlich in der Erhöhung der Pumpleistung basiert und sich dadurch auch auf die Durchblutung positiv auswirkt.
Der Verklumpung von Blutbestandteilen, die in Thrombosen, Schlaganfällen und Herzinfarkten enden kann, wird entgegengewirkt.
In Laborstudien wurde entdeckt, dass die Wirkstoffe dieser Pflanze die Blutbahnen weiten. Dies wirkt sich positiv auf zu hohen Blutdruck aus und mindert den Pumpwiderstand, gegen den das Herz antreten muss.
Interessant ist auch, dass das Glycosid Ginsenosid Rh2 tumorhemmend wirkt. Dies wurde kürzlich auch in Tierversuchen festgestellt.
Wichtig für die Schulmedizin könnte auch sein, dass Jiaogulan die Bildung weißer Blutkörperchen anregt. Dies ist nach einer radiologischen oder chemotherapeutischen Behandlung bedeutend für den Patienten.

Bevor Jiaogulan jedoch medizinisch genutzt werden kann, müssen noch weitere Studien angelegt und Wirkungen bewiesen werden.
Da das Wirkungsspektrum bei ihm so weit gefächert ist, ist es den Behörden und Wissenschaftlern noch nicht gelungen, eine Maximaldosis von Antioxidantien bzw. von Jiaogulan-Tee festzulegen. Da bei Tierversuchen, in denen den Muttertieren Jiaogulan verabreicht wurde, einige Babys mit Behinderungen zur Welt kamen, sollten schangere Frauen generell vorsichtig sein. Auch, wenn noch keine dem Tierversuch ähnlichen Effekte beim Menschen beobachtet werden konnten!
Die American Heart Association (AHA) weist deshalb darauf hin, dass sich der Konsument an die Dosierungshinweise der Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln mit antioxidativer Eigenschaft halten sollte. Dies gilt jedoch nicht nur für Jiaogulan.

Verwendung:
Jiaogulan wird angewendet bei:
Stressbedingten (Ein-) Schlafstörungen, Abgespanntheit, gestörtem Immun- und Nervensystem, erhöhten Blutdruck, -Zucker und Cholesterinwerten, Asthma und Bronchitis, Diabetes und Krebs. Auch die Kosmetik wendet die Pflanze in so genannten Anti-Aging Produkten an.

Zubereitung:
Die Blätter werden getrocknet oder frisch als Tee zubereitet. Sie können auch an Salate als exotische Geschmackskomponente gegeben werden.
Für einen Aufguss werden drei Teelöffel frische oder getrocknete Blätter mit einem Liter kochendem Wasser aufgegossen und mindestens drei Minuten ziehen lassen. Der Tee hat einen mild süßlichen, lakritzähnlichen Geschmack und wird daher in Japan deshalb auch „Amachazuru Sweet Tea“ genannt.

Achtung: Jiaogulantee sollte bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten, die die Blutgerinnung beeinflussen, z. B. Marcumar, sehr vorsichtig dosiert werden. Die Wirkung könnte zu stark werden.
Anwendung: 2 gestrichene TL auf einen Liter kochendes Wasser, 10 Min. abgedeckt ziehen lassen. Sie haben richtig dosiert, wenn der Tee eine schöne helle, gelbe Farbe hat und leicht süß schmeckt. Wenn er einen strengen oder bitteren Geschmack bekommt, haben Sie überdosiert. 1 Liter täglich, zwischen den Mahlzeiten wird empfohlen.